Eberhard Gienger

geboren am 21.07.1951 in Künzelsau

Pleidelsheimer Str. 11
74321 Bietigheim-Bissingen

Mitglied des Deutschen Bundestages

 

http://www.gienger-mdb.de

Ich schreibe Zukunft. Meine Idee für Deutschland.

Das politische Interesse in unserem Land ist groß. Das belegen zahlreiche Neueintritte in unsere Partei, die gestiegene Wahlbeteiligung bei der erfolgreich gewonnenen Wahl im Saarland und nicht zuletzt die unzähligen Posts und Kommentare in den sozialen Netzwerken. All das zeigt: Die Menschen in unserem Land wollen sich mit ihren Erfahrungen und Ideen in die Politik einbringen. Dieses Interesse wollen wir aufgreifen. Dies unterscheidet uns von unseren Mitbewerbern: Während die SPD zurückblickt, sich mit sich selbst beschäftigt und über den Sinn und Unsinn früherer Arbeitsmarktreformen streitet, schauen wir nach vorn und beteiligen Bürger und Mitglieder an der Gestaltung der Zukunft unseres Landes.
 
Der nächste wichtige inhaltliche Schritt für CDU und CSU ist die Erstellung unseres Regierungsprogramms für die Bundestagswahl. Unter dem Motto „Ich schreibe Zukunft. Meine Idee für Deutschland.“ startet heute die Beteiligung der Öffentlichkeit an diesem Projekt. Ihre Ideen und Anregungen sind gefragt. Gerade vor Ort entstehen für die Zukunft Deutschlands, für unsere Heimat häufig die besten Ideen. Deshalb meine Bitte: Machen Sie mit! Beteiligen können Sie sich hier. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge.
 
Bis Ende April können alle Bürgerinnen und Bürger, aber natürlich auch alle Mitglieder, Vorschläge für das Regierungsprogramm einsenden.

Neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014)

Die Bundesregierung hat am 16. Oktober 2013 die Novelle zur Energieeinsparverordnung (EnEV) mit den vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen beschlossen. Die Bundesregierung verbindet damit die Zielsetzung bis 2050 einen annähern klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die Novelle, die am 01. Mai 2014 in Kraft tritt, soll hierzu einen bedeutenden Beitrag leisten.

 

Dadurch müssen sich Bauherren und Hauseigentümer auf einige Veränderungen einstellen und um Energie einzusparen zumindest Teile ihres Gebäudes nachrüsten.

 

Neue Vorgaben für Bauherren

Vor allem für Neubauten wurden angemessene und wirtschaftliche vertretbare Standards angehoben. Ab 01. Januar 2016 sollen die energetischen Anforderungen um durchschnittlich 25 % des Jahres-Primärenergiebedarfes niedriger und um durchschnittlich 20 % des zulässigen Wärmedurchgangskoeffizienten bei der Wärmedämmung des Gebäudekörpers verbessert werden.

 

Ab dem Jahr 2021 müssen nach europäischem Recht alle Neubauten im Niedrigstenergiestandard erstellt werden. Für Behördengebäude gilt dies bereits ab 2019. Die konkreten Vorgaben an die energetische Mindestqualität von Niedrigstenergiegebäude werden für öffentliche Gebäude rechtzeitig bis spätestens Ende 2016; für alle Neubauten bis spätestens Ende 2018 festgelegt.

 

Bei der Sanierung bestehender Gebäude ist keine weitere Verschärfung vorgesehen. Die Anforderungen an die Modernisierung der Bauteile an der Außenhülle sind gemäß der EnVO 2009 bereits sehr anspruchsvoll. Eine zusätzliche Verschärfung wäre bei den zu erwartenden Energieeinsparpotentialen nicht effizient genug. Dennoch müssen auch in bestimmten Fällen, die noch genannt werden, die Eigentümer älterer Bestandsimmobilien aktiv werden.

 

Energieausweis bekommt einen höheren Stellenwert

Der Energieausweis soll zu schon bisher geforderten Kennzahlen zum Energieverbrauch neuerdings auch die Angabe der Energieeffizienzklasse erhalten. Dies umfasst die Klasse A+ bis H, wie dies schon beim Kauf von Haushaltsgroßgeräten und bei PKW-Label von Neuwagen der Fall ist. Diese Regelung betrifft aber nur Energieausweise für Wohngebäude, die nach dem Inkrafttreten der Neuregelung ausgestellt werden. Liegt für ein Wohngebäude ein Energieausweis nach altem Recht – also ohne Energieeffizienzangabe – vor, besteht beim Verkauf oder einer Neuvermietung keine Pflicht zur künftig geforderten Angabe einer Energieeffizienzklasse in einer Immobilienanzeige.

 

Bisher war geregelt, dass der Energieausweis einem Käufer „zugänglich“ gemacht werden müsse. Diese Pflicht wurde in der Weise präzisiert, dass dies zum Zeitpunkt der Besichtigung des Kauf- oder Mietobjekts erfolgen muss. Darüber hinaus, muss der Energieausweis nun auch körperlich dem neuen Käufer (Original) oder dem neuen Mieter (Kopie) ausgehändigt werden.

 

Obwohl bisher die Lage, Ausstattung und die Miet-/Nebenkosten einer Wohnung bei der Auswahl im Vordergrund standen, werden sich damit auch Kriterien wie die Energieeffizienz eines Gebäudes/ einer Wohnung sukkzessive am Markt durchsetzen.

 

Erweiterung der bestehenden Pflicht der öffentlichen Hand zum Aushang von Energieausweisen in behördlich genutzten Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr auf kleinere Gebäude mit mindestens 250 qm Nutzfläche.

 

Auch Altbauten sind betroffen

Die Pflicht zum Austausch alter Heizkessel wurde auf die Jahrgänge älter als 1985 bzw. älter als 30 Jahre erweitert. Bis galt die Regelung für Heizkessel die vor 1978 eingebaut wurden. Betroffen sind nur sogenannte Konstanttemperaturheizkessel. Nicht betroffen sind vorhandene Brennwertkessel oder Niedertemperaturheizkessel, die schon einen besseren Wirkungsgrad haben.

 

Von dieser Regelung sind die vielen selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäuser ausgenommen. Hier hat die bereits seit der EnEV 2002 bestehende Regelung Bestand, nach der Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die am 1. Februar 2002 in diesen Häusern mindestens eine Wohnung selbst genutzt haben, von der Austauschverpflichtung ausgenommen sind. Im Falle eines Eigentümerwechsels ist die Pflicht jedoch vom neuen Eigentümer innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen.

 

Die Pflicht zur Wärmedämmung der obersten Geschossdecke besteht schon seit 2011. Da hier noch große Unklarheiten bestanden, welche Decken davon betroffen sind, wurde nun diese Verpflichtung präzisiert. Bis Ende 2015 müssen alle obersten Geschossdecken (anstossend an ein nicht DIN-gerecht gedämmtes Dach), die nicht den Mindestanforderungen der Wärmedämmung nach der heutigen DIN-Norm entsprechen, zusätzlich gedämmt werden.

 

Frühzeitige Entscheidung empfehlenswert

Wer heute einen Neubau oder eine Modernisierung in Angriff nimmt, sollte frühzeitig entscheiden, ob er noch nach den alten und damit kostengünstigeren Vorgaben baut oder ob er bereits die neuen Richtlinien nach der EnEV 2014 zugrunde legt. Wer schon jetzt nach den neuen Vorgaben baut, trägt damit zu einer erheblichen Wertsteigerung seiner Immobilie bei, verbessert zukünftige Vermarktungschancen und tätigt damit eine allemal sichere Investition in die Zukunft.

 

Grundsätzlich empfiehlt es sich vor der Entscheidung einen öffentlich bestellten und zertifizierten Energieberater hinzuzuziehen, der nicht nur Gestaltungsmöglichkeiten zur Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit aufzeigt, sondern auch auf vorteilhafte staatliche Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten (z. B. KfW-Darlehen ect.) hinweist. Hierzu verweisen wir u. a. auf die regelmäßigen Beratungsgespräche, die im örtlichen Rathaus angeboten werden.

 

 

Hier wurde auszugsweise die Pressemitteilung des BMVBS wiedergegeben. Nähere

Informationen hierzu erhalten Sie vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (www.bmvbs.de) und der Deutschen Energie Agentur (www.dena.de)